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Als Outlander im Abstellraum gedreht wurde

Die beliebte Zeitreise Serie Outlander, die großteils in Schottland gedreht wird, nannte schon viele Orte ihr eigen, um Szenen der Highland-Saga von Diana Gabaldon zu drehen. Von Burgen und Schlössern, über Ruinen, Gärten, Mühlen und Felder war alles schon vertreten. Heute möchte ich euch aber darüber berichten, als Outlander in einem Abstellraum gedreht wurde. Ja, ihr habt richtig gelesen! Zwischen eingestaubten Weihnachtsbäumen, alten Kabeln und morschen Leitern entdeckten die Location-Scouts die Möglichkeit, die geplanten Szenen für die dritte Staffel von Outlander perfekt umzusetzen. Früher war dieser Abstellraum einmal ein Stall gewesen, der einfach perfekt zu sein schien, um die Stallungen von Helwater zu verfilmen.

An diesem Ort wurde so ziemlich jeder Stein, jeder Strauch und jeder Raum ebenfalls schon für diverse Shoots von Outlander genutzt. Stellen, die man oft erst dann erkennt, wenn man darauf hingewiesen wird, und ansonsten achtlos daran vorbei laufen würde. Ich spreche vom atemberaubenden Hopetoun Estate in South Queensferry. Hopetoun House befindet sich im Besitz der Familie Hope, deren Oberhaupt Earl von Hopetoun sowie seit 1902 auch Marquess of Linlithgow ist und wird derzeit bewohnt vom momentanen Oberhaupt der Hope Dynastie, Adrian John Charles Hope, 4. Marquess of Linlithgow und seiner Familie. Zwischen 1699 und 1707 wurde Hopetoun House im georgianischen Stil erbaut. In der ersten Bauphase entstanden der Zentralbau mit dem Treppenhaus und zahlreiche Deckenmalereien. In der zweiten Bauphase 1721 – 1767 kamen dann die Fasade, die Kolonaden und der südliche Pavillion hinzu. Im 19. Jahrhundert erfolgten Umbauten, unter anderem der als innenarchitektonisches Meisterwerk bekannte State Dining Room von James Gillespie Graham. Interessant ist auch, dass einige der Fenster im Hopetoun House nur aufgemalt und die Fensterscheiben gar nicht aus Glas sind, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. Damals gab es eine hohe Glassteuer und aufgrund dessen mauerte man einige Fenster zu. Damit aber der Herrensitz weithin in voller Pracht erstrahlte, malte man die Fenster auf und nur von der Nähe konnte man diese schlaue List erkennen.

List kennen auch die Produzenten von Outlander nur zu gut, da sie Hopetoun House von allen Seiten in ihren Filmarbeiten für die Outlander Serie genutzt haben. Von vorne betrachtet nutzte man das Estate als Ellismere Manor, die Rückansicht stellte die Residenz des Dukes of Sandringham dar. Ein Eingang mit Treppe im Hof wurde zu dem Bordell Maison Elise. Die Straβe daneben eignete sich einerseits sehr gut für den Überfall in Paris, als Claire und Mary angegriffen wurden, und andererseits auch für Szenen bei den Stallungen von Helwater, als Jamie als Knecht Mist schaufelte und ein unmoralisches Angebot bekam. Eine imposante Mauer diente als Marktort von Paris und ein auffälliger Baum wurde Schauplatz des Duells zwischen den MacDonalds und Sandringham. Auβerdem wurden auf den Treppen und im Garten die emotionalen Szenen gedreht, wo Jamie dem kleinen Willie das Reiten beibringt und später lebewohl zu seinem Sohn sagt. Natürlich wurde auch das Innere des Hopetoun House für die Outlander Dreharbeiten gut genutzt. Das einzigartige Ambiente eignete sich hervorragend dazu, um eine Audienz beim Duke of Sandringham zu halten, während die beiden Schlafzimmer im Obergeschoss Mary Hawkins dienten. Ein Schlafzimmer stellt das Zimmer da, in dem sich Mary Hawkins von dem Horrer des Überfalls erholte; das zweite Zimmer mimte ihr Schlafzimmer in Paris. Am wohl einfallsreichten ist und bleibt jedoch der Abstellraum, der kurzzeitig zu altem Glanz erstrahlte und wie in alten Zeiten als Stall genutzt wurde.

 

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