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Hogmanay – das schottische Neujahrsfest

Hogmanay – A Scottish New Year

Hogmanay ist in Schottland einer der wichtigsten und größten schottischen Feiertage und wird vom 31.12 bis 1.1 gefeiert. Hogmanay ist die schottische Neujahrsfeier und geht zurück zu den Bräuchen der Nordmänner und ihre Feier der Wintersonnwende. Es verbindet das Samhain Fest der Gälen und das Yule Fest der Wikinger miteinander. Gefeiert wird Hogmanay in Schottland komplett anders, als man es von anderen Teilen der Welt kennt. Hogmanay stammt noch aus den Zeiten der Reformation, in denen christliche Feste abgeschafft wurden. Erst seit 1958 gilt auch Weihnachten als Feiertag in Schottland. Doch der 1. und 2. Januar waren schon lange Feiertage und auch heute wird Hogmanay in Schottland noch fast mehr Bedeutung zugemessen, als Weihnachten.

Traditionell wird nach wie vor das “First Footing” in Schottland celebriert. Es startet um Mitternacht, bei Start des neuen Jahres und der erste Besuch, der die Türschwelle überschreitet, soll dem Haus Glück bringen. Man kommt natürlich nicht mit leeren Händen, sondern bringt ein Geschenk mit. Salz und Kohle, wie traditionell üblich, sind heute nicht mehr so gängig. Black Bun (eine Art Früchtekuchen), Shortbread und Whisky sind dagegen immer noch Gang-und-Gebe. Am besten ist es, wenn der erste Besucher ein gutaussehender, dunkelhaariger Mann ist, denn das soll dann besonders viel Glück bringen.

New Years Day, Stonehaven - geograph.org.uk - 312509

Fireball Swinging in Stonehaven, by Carol Walker / New Years Day, Stonehaven

 

Jeder Ort kann seine eigenen Bräuche mit einbringen. In Stonehaven wird z.B. das “Fireball Swinging” gefeiert. Dabei bastelt man sich aus Draht kleine Runde Gebilde, befüllt diese sie mit Papier oder Lappen, steckt sie in Brand und schwingt damit über den Köpfen. In Edinburgh wird traditionell ein großes Wikinger Schiff in Brand gesteckt und die Rekordbesucherzahl von 400.000 in 1996/97 hat der Stadt Edinburgh einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde gebracht. Außerdem ist Hogmanay in Edinburgh natürlich für das große „Street Festival“ bekannt, welche jedes Jahr viele Tausend Menschen in die Hauptstadt Schottland lockt. Auf dem Street Festivals wird die Princes Street, welche Edinburghs Old Town von der New Town trennt, gesperrt, um dort den Hogmanay-Gästen Platz zum Feiern, Tanzen und Singen zu bieten. Wer genug Platz hat, bekommt vielleicht sogar einen Ceilidh-Tanz hin! Es gibt verschiedenen Bühnen, auf denen u.a. traditionelle, schottische Bands mit Dudelsack und Fiddle spielen. Um Punkt Mitternacht gibt es natürlich auch ein großes Feuerwerk, welches über dem Edinburgh Castle sowie dem Calton Hill enzündet wird.

 

In den Highlands gibt es ebenso eine alte Tradition: “Zauberwasser” wird von einem Ford, den Tote und Lebende überqueren, entnommen und damit werden dann die Betten, die Zimmer und die Bewohner des Hauses besprengt. Anschließend werden Fenster und Türen dicht gemacht und das Haus mit Wachholder ausgeräuchert, solange bis es zu Hustenreizen führt. Dann wird frische Luft reingelassen und man stärkt sich mit Whisky und einem Neujahrsfrühstück.

Bräuche sind also vielseitig, so haben z.B. Bäcker aus dem Ort St. Andrews zu Neujahr Spezialbrote an die Einwohner verteilt und in Falkland haben Männer um Mitternacht einen Fackelzug veranstaltet. Doch eines haben fast alle gemeinsam: Robert Burns. Sein Gedicht, Auld Lang Syne wird fast jederorts zum Abschied des alten und zur Begrüßung des neuen Jahres gesungen.
Vielleicht habt Ihr ja Lust Auld Lang Syne, so wie es die Schotten machen, diesmal zur Jahreswende zu singen:

Auld Lang Syne
Should auld acquaintance be forgot,
And never brought to mind?
Should auld acquaintance be forgot,
And auld lang syne!

Chorus: Auld lang syne, my dear,
For auld lang syne.
We’ll tak a cup o’ kindness yet,
For auld lang syne.

And surely ye’ll be your pint stowp!
And surely I’ll be mine!
And we’ll tak a cup o’kindness yet,
For auld lang syne.

Chorus

We twa hae run about the braes,
And pou’d the gowans fine;
But we’ve wander’d mony a weary fit,
Sin’ auld lang syne.

Chorus

We twa hae paidl’d in the burn,
Frae morning sun till dine;
But seas between us braid hae roar’d
Sin’ auld lang syne.

Chorus

And there’s a hand, my trusty fere!
And gie’s a hand o’ thine!
And we’ll tak a right gude-willie waught,
For auld lang syne.

Chorus

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