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MARY QUEEN OF SCOTS – Schottlands bekannteste Königin

Maria Stuart, Königin von Schottland – jetzt im Kino!

Ein Film über eine der wohl bekanntesten und beliebtesten historischen Figuren Schottlands – Mary Queen of Scots. Im 16. Jahrhundert war sie die Königin Schottlands, jedoch hatte sie mit vielen unerwarteten Toden von Nahestehenden, Eifersucht, Hass, der Reformation zum Presbyterianismus sowie mit Gefangenschaft zu kämpfen. Ihre harten Schicksalsschläge wurden nun verfilmt!

Das Leben der Maria Stuart war nicht einfach, denn das Glück schien ihr verwehrt zu sein. Zuerst verstarb ihr Vater König James V als Maria Stuart erst wenige Tage alt war. Im Alter von 9 Monaten wurde Maria Stuart dann bereits zur Königin Schottlands gekrönt. Sie war so klein, dass ihr die Krone natürlich nicht aufgesetzt werden konnte, sondern vom Earl of Arran über ihr Haupt gehalten wurde. Zepter und Schwert wurden von den Earls of Lennox und Argyll gehalten. Der Earl of Arran regierte dann ihrerstatt als Gouvenour Schottlands bis Maria Stuart alt genug war. In Schottland herrschten damals finstere Zeiten und man brauchte eine starke Hand, um das Land vor dem Untergang zu bewahren. Jedoch wandten sich die übrigen Adeligen an den englischen König, Heinrich VIII, dessen Rat sie lieber annahmen als den vom Earl of Arran. Heinrich der VIII hatte einen Plan was Maria Stuart betraf: Er wollte, dass sie seinen (zu Marias Geburt 5-jährigen) Sohn Edward heiraten sollte, wenn beide alt genug waren, um somit die beiden Länder zu vereinen. Doch in Schottland gefiel dieser Plan nicht jedem, besonders Marias Mutter nicht. Maria Stuarts Mutter trug denselben Vornamen und war gebürtige Französin – Maria von Guise. Zu Frankreich hatte Schottland immer ein gutes Verhältnis, während es England eher feindselig gegenüber stand.

König Heinrich war allerdings nicht der Einzige, der das Leben der Baby Mary Queen of Scots schon so gut wie verplant hatte. Auch der Earl of Arran wollte, dass sie seinen Sohn heiratete. Beide Männer dachten nämlich, dass ihr Ehemann das Land regieren würde, obwohl Maria Stuart rechtmäβig der Thron zustand.

Maria Stuart, die in Linlithgow Palace geboren wurde, verbrachte ihre Kindertage auf Stirling Castle. König Heinrich wollte aber seinen Plan nicht aufgeben und wollte Maria gewaltsam nach England bringen. Dabei brannte er sogar den Palast in Edinburgh sowie die Kornernte der Bauern nieder. Dies stieß natürlich auf keinen großen Anklang bei der schottischen Bevölkerung, die nun noch weniger ihre kleine Königin ausliefern wollten.
Die Kindertage der Mary Queen of Scots verliefen ereignisreich und waren von unzähligen Umzügen geprägt, um sie in Sicherheit zu bringen. So mussten sie sich beim Bischof von Dunkeld und auf der Insel Inchmahome beim Lake Menteith verstecken. Doch selbst nach dem Tod König Heinrichs gaben die Engländer nicht auf. Nach der Schlacht von Pinkie blieben sie in Schottland, anstatt in ihr Land zurückzukehren. Daher bat Schottland Frankreich um Hilfe. Man beschloss, Mary Queen of Scots der Sicherheit wegen nach Frankreicht zu schicken, jedoch wurde die kleine Königin schwer krank. Beinahe wäre sie dem Fiebertod erlegen, was schwerwiegende Konsequenzen für Schottland nach sich gezogen hätte: nach ihr hätten mehrere Adelige Anspruch auf den Thron erheben können und das hätte zum sicheren Krieg geführt.

Stirling Castle

Um das Bündnis mit Frankreich zu stärken, willigte Marias Mutter ein, dass sie Francis, den Thronerben Frankreichs, ehelichen sollte. Da die Maria Stuarts Mutter Schottland nicht sich selber überlassen wollte, entschied sie, ihre Tochter alleine in die Fremde zu schicken. Die Zeit die Maria mit Francis und dessen Schwester Elisabeth verbrachte, waren wahrscheinlich die glücklichsten in ihrem Leben. Eine unbeschwerte Zeit des Kindes sein, sich nicht bewusst, was sie noch erwarten würde.

1554, als Maria gerade mal 12 Jahre alt war, verstarb ihre Mutter und die junge Königin war nun eine Vollwaisein. Im Alter von 15 Jahren heiratete Maria den 14-jährigen Francis in der Kathedrale von Notre Dam in Paris. Diese junge Frau, Königin von Schottland, die auch einen starken Anspruch auf die englische Krone hatte, würde eines Tages nun auch Königin von Frankreich sein. Und dieser Tag kam früher als erwartet, als König Henry nach einer Verletzung bei einem Ritterturnier das Zeitliche segnete und Francis mit Maria an seiner Seite den Thron bestieg. Doch das Glück schien nicht an Marias Seite zu sein, denn im Alter von 18 Jahren war sie bereits Witwe. Francis war, zwei Jahre nach ihrer Hochzeit, an einer Ohreninfektion verstorben. Nach Francis Tod beschloss Maria Stuart nach Schottland zurückzukehren.

Die junge Königin empfand ihren Adelsstatus oftmals als Belastung und sehnte sich danach, frei und unbeschwert zu sein. Aufgrund dessen verkleidete sich Maria Stuart oft als Junge oder als normaler Bürger, besonders wenn sie ungesehen in die Stadt gehen wollte oder ausritt. Die Schotten selber machten es Maria nicht leicht, denn es herrschte große Uneinigkeit im Land. Zudem war Maria im katholischen Glauben erzogen worden, doch es herrschte zu dieser Zeit die Reformation zum Prespeterianischen Glauben, angeführt von John Knox.

Zu allem Überfluss verlangte man von ihr, sich wieder einen Gemahl zu nehmen. Aus der Schar der unzähligen Verehrer wählte Mary Queen of Scots Henry Stuart, Lord Darnley, mit dem sie später einen Sohn hatte – James VI. Doch auch dieses kurze Glück war Maria Stuart nicht lange gegönnt. Ihr Ehemann strebte nach dem Thron und ging dabei über Leichen. Am 9. März 1566 musste der Sekretär von Maria Stuart dies am eigenen Leib spüren. David Rizzio war ein enger Freund der jungen Königin und hatte großen Einfluss auf sie. Doch es war genau dieser Einfluss, den man nicht wollte, besonders, da er auch Katholik war. Als David Rizzio mit Mary Queen of Scots und ihren Zofen im Holyrood House Palace bei Tisch saß, stürmte Henry samt seinen adeligen Freunden herein und zerrte den unglückseligen in den Nebenraum, wo er mit 56 Messerstichen getötet wurde. Maria suchte Zuflucht im Craigmillar Castle. Dort wurde zu dieser Zeit der Craigmillar Bond verfasst, um ihren Ehemann Henry zu beseitigen. Man munkelte, dass Maria Stuart davon wusste und obwohl es keinen Beweis gab, schürten diese bösen Gerüchte Hass in der Bevölkerung. Die Schotten, die Mary Queen of Scots über alles geliebt hatten, begannen nun, sie in einem anderen Licht zu sehen.

Craigmillar Castle

Einen schlimmen Fehler begang Maria Stuart, als sie den Earl of Bothwell heiratete – nur wenige Monate, nachdem Henry getötet worden war. Bothwell wurde zum Duke von Orkney, woraufhin die anderen Lords eine Armee stellten und Bothwell flüchtete. Maria Stuart wurde gefangen genommen und nach Loch Leven Castle gebracht. Sie wurde gezwungen, ihr Thronrecht an ihren Sohn James abzugeben, der offiziell zum König Schottlands erklärt wurde. William Douglas gelang es, Maria aus ihrem Gefängnis zu befreien und ihr – in bürgerlichen Gewändern – zur Freiheit zu verhelfen. Da ein Großteil der Bevölkerung immer noch zu ihr hielt, hoffte sie, dass sie ihren Thron zurückfordern könnte, doch sie scheiterte. Den letzten Nagel in ihren Sarg trieb ihre verzweifelte Entscheidung, Unterstützung bei ihrer Cousine Elizabeth I von England zu suchen. Doch Elizabeth half ihr nicht, denn sie sah Maria Stuart als Rivalin, als Bedrohung ihres eigenen Thrones. Mary Queen of Scots wurde zwanzig Jahre lang in England gefangen gehalten, während ihr Sohn James heranwuchs und Schottland regierte. Er unternahm keinerlei Versuch, seine Mutter zu befreien, wohl, weil er unter dem Einfluss von Gerüchten und den anderen Lords Schottlands stand. 1587 sollte Leben der Mary Queen of Scots dann ein Ende finden. Elizabeth I hatte ihre Hinrichtung veranlasst und auch hier war Maria Stuart das Glück nicht vergönnt: die Axt, die ihren Kopf vom Rumpf trennen sollte, war stumpf und es bedarf mehrerer Hiebe, um die leidgeplagte, verstoßene Königin zu erlösen.

In den Herzen der Schotten wird Maria Stuart allerdings auf ewig weiterleben, genauso wie in der Geschichte Schottlands. Viele Orte in Schottland sind noch heute geprägt und erinnern an Mary Queen of Scots und ihr hartes Leben als Köngin Schottlands. Auf unseren Schottlandrundreisen können Sie viele dieser Orte besuchen und von Ihrem Reiseleiter mehr über Maria Stuart erfahren. Besonders auf unserer Outlander Tour haben Sie die Möglichkeit, viele der oben genannten Orte zu erkunden, darunter Linlithgow Palace, Craigmillar Castle, Edinburgh Castle sowie Holyrood House Palace inklusive dem Badehäuschen von Maria Stuart, welches immer noch von vergangenen Zeiten berichtet, wenn man nur ganz genau hinhört. Wir kommen zudem vorbei am Stirling Castle und Loch Leven Castle. Darüber hinaus besuchen wir Falkland, in dessen Palast Maria Stuart wohnte und von dort regierte. Blackness Castle (in Outlander Fort William) war ein weiterer Drehort des nun neu erschienen Kinofilms ‘Maria Stuart, König von Schottland‘.

 

Seacliff Beach in North Berwick mit Blick auf den bekannten Bass Rock war ebenso Filmkulisse in ‘Mary Queen of Scots’.

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