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PRESTONPANS BATTLE RE-ENACTMENT – Bonnie Prince Charlie höchstpersönlich vor Ort

Merket auf!

Ich, Charles Edward Louis John Casimir Silvester Severino Maria Stuart, melde mich erneut zu Wort.
Wenn ihr von meinem Abenteuer lest, befinde ich mich bereits in den Kolonien. USA nennt man das in eurer Zeit. Man hat mir angeboten, mich nach San Francisco mitzunehmen – ein Angebot, welches meine Wenigkeit nicht abschlagen konnte. Als kleines Trostpflaster für meine temporäre Abwesenheit hinterlasse ich euch meine Erzählungen über einen äußerst ereignisreichen Tag.

Meine Gastgeberin Lisa stellte mich einer weisen Lady namens Leonie vor. Auch sie besaß ein eisernes Pferd. Nun gut, verglichen mit dem Biest welches David bezwungen hatte, handelte es sich wohl eher um ein eisernes Pony. Ich beklage mich jedoch keineswegs. Nach einem üppigen Gelage brachte uns das eiserne Pony an einen Ort, wo viele Zelte aufgeschlagen waren. Mein Herz hüpfte vor Freude in meiner Brust, als ich wahrnahm, um welchen Ort es sich handelte.
Prestonpans!
Es war dort – am frühen Morgen des 21. Septembers 1745 – als ich meine Gefolgsleute zum ruhmreichen Sieg führte und den Weg für mein nobles Vorhaben ebnete.
Merket auf! Meine Brust schwellte an vor Stolz, als ich sah, dass diese alles entscheidende Schlacht nachgestellt werden würde. Da sich sehr viele britische Soldaten am Platz aufhielten, zog ich es vor, mich in Lisas Tasche zurückzuziehen. Aus reiner Vorsicht versteht sich, um den Ausgang der Schlacht nicht vorzeitig zu beeinflussen, sollte ich womöglich entdeckt und gefangen genommen werden. Ich spähte hinaus und ließ meine treuen und tapferen Jakobiten dabei nie aus den Augen.
Man möge es nicht für möglich halten, aber einer der Männer, welcher von besonders imposanter Erscheinung war, trug meine Gewänder. Die Jakobiten schienen außerdem auf seine Befehle zu hören, was mir doch etwas suspekt vorkam. Als ich jedoch begriff, dass sie damit wohl die britischen Truppen in die Irre führen wollten, indem sie vorgaben, dieser stattliche Mann wäre niemand geringerer als euer Prinz, war ich sehr stolz auf die Weisheit und den Ideenreichtum meiner Gefolgsleute. Selbstverständlich habe ich sie unterstützt, indem ich ihnen Befehle von meinem Platz an der Seite des Schlachtfeldes zurief. Merket auf! Natürlich wäre ich jederzeit selber mutig losgestürmt, um ihnen Unterstützung zu bieten, doch Lisa hielt mich zurück, wohl zu besorgt um mein Wohlergehen.
Der Sieg war unser – wie sollte es auch anders sein. Es war wundervoll erneut das Gefühl der Freiheit und des Ruhmes spüren zu dürfen. So wie einst, am 21. September vor genau 273 Jahren.
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