Home » Allgemein » Review zur 4. Staffel Outlander/ Folge 13
Review zur 4. Staffel Outlander/ Folge 13

Von unserer Outlander Spezialistin:
Wie immer spiegelt dieser Bericht eine Zusammenfassung der laufenden Folge und meine eigene Meinung wider, und nicht die Meinungen von anderen Personen involviert mit unserem Reiseunternehmen “Rob Roy Tours”.

MAN OF WORTH

Dies ist also mein letztes Review der Staffel 4 von Outlander. Jetzt beginne ich mit den Vorbereitungen für die kommende Reise-Saison, die im April startet. Auch in diesem Jahr werde ich wieder die Outlander-inspirierte Schottlandrundreise  leiten. Wer mit mir die schönsten Outlander-Drehorte aus allen 4 Staffeln gerne selber einmal besuchen und dazu Wissenswertes über Outlander und Schottland erfahren möchte, dem würde ich gerne diese Tour empfehlen. Eine Woche lang könnt ihr dann mit Gleichgesinnten auf den Spuren von Claire und Jamie wandeln und an jenen Orten stehen, die ihr aus der Outlander Serie kennt. Ich würde mich sehr freuen, mit euch gemeinsam Schottland zu erkunden und euch viele interessante Geschichten erzählen zu dürfen.

 

Viel zu schnell ging diese sehr gelungene 4. Staffel Outlander vorbei. Die Meinungen dazu gehen stark auseinander. Freilich tun sich einige der Highland-Saga Buchleser schwer mit der Adaption der Outlander-Serie, da natürlich für jede Folge einiges abgeändert werden muss. Anders als in Kapiteln vom Buch muss jede einzelne Folge einen Anfang, Plot, Höhepunkt und Schluss besitzen. Daher kann man nicht 1:1 verfilmen, sondern muss einfach etwas verändern, vorgreifen, auslassen. Wie Outlander Staffel 4 jedoch umgesetzt wurde, fand ich wirklich rund, stimmig und spannend. Es gab einige Folgen, die für mich zu den Besten aller 4 Staffeln Outlander zählen.

Die Einleitungsszene fand in einem Park im 20. Jahrhundert statt. Man sieht zwei kleine Kinder beim “Cowboy und Indianer” spielen. Auf einer Parkbank sitzt ein zeitungslesender Mann, der nicht erfreut darüber zu sein scheint. Bei genauerer Betrachtung sehen wir einen Stein um seinen Hals baumeln und erkennen ihn als “Otterzahn”, den Ureinwohner, dessen Schädel Claire Fraser unter dem Baum fand und der ihr als Geist erschienen war.

New York 1770 Mohawk Village
Jamie Fraser schleicht sich an und versucht das Dorf auszukundschaften. Roger kann er allerdings nicht entdecken. Nichts desto trotz geht er mit Claire, Ian und Rollo langsam auf das Dorf zu, um Roger im Austausch gegen Tauschwaren mit nach Hause zu nehmen. Schon vor dem Dorf werden sie von Mohawk umzingelt und zum Häuptling geleitet. Mit ein paar Broken der Sprache der Einheimischen versuchen sich Jamie und Ian verständlich zu machen und den Grund ihres Besuches zu vermitteln. Erst lässt sich der Stamm auf einen Handel ein und beginnt die Waren zu begutachten, doch dann sehen sie den Stein, den Claire um ihren Hals trägt. Der Stein von Otterzahn. Sofort bricht der Häuptling die Verhandlungen ab und befiehlt ihnen unverzüglich das Dorf zu verlassen.

Auf River Run
Murtagh beglückt mit seinem Besuch Jocasta Cameron. Er isst die ihm angebotenen Speisen mit Gusto, denn es war schon eine Weile her, dass er so erlesene Speisen gegessen hatte. Jocasta merkt an, dass der Speiseplan im Gefängnis wohl nicht so berauschend gewesen war und gibt zu, von Brianna erfahren zu haben, was sich zugetragen hat, jedoch nicht wisse, weswegen Murtagh inhaftiert worden war. Doch sie scheint nicht zu überrascht, denn Murtagh habe sich – laut Jocasta- immer schon gern in Gefahr gebracht. Sie legt ihm nahe, nicht all zu lang zu bleiben. Murtagh erfährt nun auch von der geplanten Hochzeit zwischen Brianna und Lord John Grey. Über die Tatsache, dass Bree einen Rotrock ehelichen soll, ist er nicht sonderlich begeistert und es vergeht ihm der Appetit.
Phaedra tastet inzwischen Briannas stark gewölbten Bauch ab und versichert ihr, dass mit dem Kind alles in Ordnung zu sein scheine und sie sich keinerlei Sorgen machen brauche.

Jamie, Claire und Ian befinden sich etwas vom Dorf der Mohawk entfernt. Claire vermutet, dass mehr hinter der Sache mit dem Stein steckt, als der Stamm zugibt. Jamie will nachts abermals versuchen, Roger zu befreien, doch Claire weist ihn darauf hin, dass es zu gefährlich sei. Plötzlich springen Stammesmitglieder der Mohawk hinter den Büschen hervor und greifen sie an. Die Squaw, die wir schon mehrmals gesehen haben, als sie nicht gerade freundlich zu Roger war, tritt nun vor Jamie und Claire. Leider kann ich sie nicht bei ihrem Namen nennen, da dieser für unsere Ohren unaussprechbar ist. Sie meint zu Jamie und Claire, dass sie nur den Stein wollen, sonst nichts. Claire versucht, mit ihr zu sprechen und erfährt auf diesem Weg die Geschichte Otterzahns. Er war ein Zeitreisender, der den Stamm vor dem weißen Mann warnte. Otterzahn wollte sie zum Kampf gegen den Feind aufrufen, denn er war der Überzeugung, dass ihr Volk ansonsten in Vergessenheit geraten würde. Doch er verlor immer mehr den Verstand und wurde schlussendlich verbannt. Doch auch das half nichts. Somit wurde er getötet und enthauptet. Sein Schädel und der Stein wurden dann weit weg begraben, doch man sagt, dass der Geist Otterzahns demjenigen erscheint, der den Stein besitzt, und nur derjenige die Zukunft des Stammes kennt. Claire bestätigt Otterzahns Geist gesehen zu haben und verspricht als Gegenleistung für die Hilfe Roger zu befreien, dass sie ihnen helfen und den Stein aushändigen wird.

Auf River Run unterhält sich Murtagh mit Brianna.
Bree gibt zu, dass sie es war, die Lord John gebeten hatte, sie zu heiraten, doch nur deswegen, um Zeit zu schinden, bis Roger wieder zurückkehren würde. Murtagh kann es verstehen, doch er will von ihr wissen, wieso zum Teufel sie denn Stephen Bonnet besucht hat. Bree gibt zu, dass Jamie von ihr wollte, dass sie dem Schurken vergibt. Murtagh bohrt nun weiter, ob sie denn auch Jamie vergeben könne, woraufhin Brianna zugibt, dass sie das schon lange getan habe.

Es ist nachts und Jamie, Claire sowie Ian machen sich mit Hilfe der paar Mohawk auf den Weg, Roger zu befreien. Roger ist überrascht und erleichtert zugleich, als er Claire sieht, doch beim Anblick Jamies zuckt er zusammen. Auf dem Weg in die Freiheit werden sie jedoch entdeckt und der Stamm wird alamiert. Sie werden vor den Häuptling geschleift, der die abtrünnigen Stammesmitglieder verbannt. Da Jamie, Claire und Ian Außenseiter sind, dürfen sie unbeschadet das Dorf verlassen, was ich persönlich sehr großzügig von ihm finde. Doch Roger muss bleiben, denn kein zufriedenstellender Handel wurde getroffen. Jamie, der seiner Tochter nicht mit leeren Händen gegenübertreten kann und weiß, dass sie ihm niemals verzeihen würde, wenn er Roger noch einmal im Stich ließe, bietet sich selber im Austausch gegen seinen Schwiegersohn an. Claire bittet ihn, nach einer anderen Lösung zu suchen, doch Jamie versichert ihr, dass es keinen anderen Ausweg gibt und er es ihrer Tochter Willen tun müsse. Er bittet Ian, dem Häuptling den Handel vorzuschlagen, da Ians Wortschatz der Sprache der Mohawk um Längen besser ist. Ian kommt der Bitte von Jamie nach, jedoch bietet er sich selber anstelle von Jamie an. Als sie unter Tränen von ihm Abschied nehmen, entschuldigt sich Ian noch einmal bei Roger und Jamie sagt seinem Neffen, dass er ein “Man of Worth” ist. Alles in allem eine sehr rührende Szene.
Die Mohawk hätten sich sicher über Jamie in ihrem Stamm gefreut und es kursieren Bilder im Internet von Jamie als Mohawk – offensichtlich mit Photoshop bearbeitet – wo er gar keine unstattliche Fingur macht, wie ich finde. Allerdings hat sich Young Ian immer schon für die Bräuche, Sitten und das Leben der Native Americans interessiert. Er kann somit in diesem neuen Leben tatsächlich auch glücklich werden, wobei Jamie gelitten hätte, denn sein Platz ist bei seiner Familie. Also ist es, denke ich, schon gut so, wie es ist.

Zurück auf River Run
Murtagh wirft Jocasta vor, dass sie in Mitten ihres Reichtums keine Ahnung hat, was in der Arbeiterklasse vorgeht, und wie sehr sie unterdrückt werden. Er meint auch, dass sie in ihrer Stellung ihren Einfluss nutzen könne, um für ihre Leute Gutes zu tun. Jocasta wirft ihm daraufhin vor, dass er wohl nur deswegen gekommen sei und er sowieso immer schon berechnend und auf seinen Vorteil aus gewesen wäre. Dann wirft sie ihm an den Kopf, dass sie ihn ohnehin nicht leiden könne und als Murtagh sie am Arm packt, schüttet sie ihm ein Glas Whisky ins Gesicht. Die beiden scheinen wie Hund und Katze und man hat den Anschein, dass sie sich so absolut nicht ausstehen können. Doch, die Redewendung “Was sich liebt, das neckt sich” kommt in der darauffolgenden Szene in den Sinn:
Am nächsten Morgen sieht man Murtagh und Jocasta Cameron spärlich bekleidet im Schlafzimmer in einer unmissverständlichen Situation.

Derweil mehrere hunderte Meilen weit entfernt
Jamie, Claire und Roger begeben sich auf den Heimweg, doch plötzlich beginnt Roger auf seinen Schwiegervater einzuschlagen und Jamie lässt es geschehen.
Auch Ian ergeht es zur selben Zeit im Dorf sehr ähnlich, denn er bekommt das selbe Willkommens Ritual, wie Roger bei seiner Ankunft. Doch Ian weicht den Schlägen aus, kämpft sich voran. Er erreicht tatsächlich den Häuptling, der am anderen Ende des aus wild um sich schlagenden Mohawk bestehenden Tunnels wartet. Ian hat die Prüfung bestanden und wird daher als würdig angesehen, in den Stamm aufgenommen zu werden. Ian sieht mitgenommen aus, aber überglücklich.
Nicht ganz so glücklich, jedoch sehr mitgenommen, sind auch Roger und Jamie. Claire steht da – mit beiden Armen in die Hüften gestemmt – und schaut den sich gegenseitig verprügelnden Männern ungläubig zu. Als sie endlich voneinander ablassen, will Roger keuchend wissen, wo Brianna ist. Claire versichert ihm, dass sie in Sicherheit sei und als er erfährt, dass Bree ihn noch liebt, ist Roger überglücklich und erleichtert. Jamie gibt zu, dass er einen Fehler begangen habe und nicht wusste, wer Roger war. Von Claire erfährt Roger dann die gesamte abscheuliche Wahrheit. Als er hört, dass er, alles was ihm widerfahren war, Bonnet zu verdanken hat, dreht Roger halb durch. Auf Jamies Vorwurf er hätte Bree allein und ungeschützt zurückgelassen, erwidert er zischend wie eine Viper, dass ihn Bree schließlich fort geschickt hätte und sein Plan zurückzukommen, war von Stephen Bonnet durchkreuzt worden, denn wegen ihm wäre er viel zu spät gekommen. Roger gibt an, dass er Brianna holen und mit ihr durch die Steine in ihre eigene Zeit zurückkehren will. Doch Claire erzählt ihm nun auch von dem Baby. Jamie verlangt von seinem Schwiegersohn eine sofortige Entscheidung, doch Claire sagt, er soll es sich genau überlegen, bevor er eine entgültige Entscheidung träfe. Roger ist von all den neuen Informationen absolut überwältigt und weiß nicht mehr ein noch aus.

Währenddessen auf River Run
Brianna bringt mit Hilfe von Tante Jocasta, Phaedra und Lizzy einen gesunden Jungen zur Welt.
2 Monate später läuft Phaedra aufgeregt ins Zimmer, wo Murtagh und Brianna sich unterhalten und mit dem Baby spielen. Sie informiert Bree, dass sich Reiter auf dem Weg zum Anwesen befänden und eine davon ihre Mutter sei. Sofort läuft Brianna mit dem Kind auf dem Arm der ankommenden Gäste entgegen. Sie sieht ihre Eltern wohlauf, doch von Roger fehlt jede Spur. Zwar versichert ihr Jamie, dass Roger am Leben ist, doch Bree bricht in Tränen aus, weil er nicht mit ihnen mitgekommen war.
In der Eingangshalle auf River Run sind alle versammelt und heißen Jamie und Claire willkommen. Die beiden bedanken sich bei Tante Jocasta für ihre Hilfe und, dass sie auf Bree Acht gegeben hat. Sie erfahren hierbei auch, dass das Baby noch namenslos wäre, da Bree mit der Namensgebung ihres Sohnes auf die Rückkehr Rogers gewartet habe. Claire nimmt dies zum Anlass, nach ihrer Tochter zu sehen, währenddessen sich Jamie bei Murtagh nach dem Verbleib von Stephen Bonnet erkundigt. Als er von der Explosion im Gefängnis erfährt, ist Jamie zufrieden, auch wenn er dem Schurken gerne selber den Garaus gemacht hätte.
Claire tröstet inzwischen Brianna und versichert ihr, dass sie mit ihnen nach Frasers Ridge zurückkehren wird, wo sie im Schutz ihrer Familie sicher sein wird.

Es ist Abend und man sitzt beim Essen vereint. Zumindest Jamie, Claire, Jocasta und Murtagh, denn von Brianna fehlt jede Spur. Schon fürchtet man, dass sie sich wieder in sich zurückkehrt und jeglichen menschlichen Kontakt meiden will. Doch dann kommt mit einem tapferen Lächeln auf den Lippen zur Tür herein.

Am nächsten Morgen, als sie von Jocasta Abschied nehmen und Brianna ihre Habseligkeiten zusammenpackt, erspäht sie aus ihrem Fenster einen einsamen Reiter, der sich dem Anwesen nähert. So schnell sie ihre Füße tragen läuft sie die Treppen hinunter und dem Ankömmling entgegen. Brianna hat schon längst bemerkt, dass es sich hierbei um Roger handelt. Er sieht sie und springt vom Pferd. Überglücklich fallen die beiden sich in die Arme. Vorsicht Taschentuchalarm! Roger bittet Bree seinen Sohn sehen zu dürfen. Die Idylle wird zerstört, als eine Gruppe Rotröcke auf das Anwesen zu reiten, höchst wahrscheinlich, um Murtagh gefangen zu nehmen und zu hängen. Zum Glück wird ihre Ankunft rechtzeitig bemerkt und Jocasta befiehlt Ulysses Murtagh in den Unterkünften der Sklaven zu verstecken. Jamie stellt sich den Rotröcken entgegen, als sie das Anwesen betreten. Doch sie waren gar nicht auf der Suche nach Murtagh, sondern nach Jamie, dem sie einen Brief von Gouveneur Tyron höchstpersönlich übergeben. Unterzeichnet ist der Brief von seiner Majestät König George III, Jamie hat also keine Wahl, als den Befehl auszuführen. Doch dieser lautet: Stelle eine Miliz zusammen, finde den geflohenen Murtagh Fitzgibbons und töte ihn!

Outlander Folge 13 – Zusammenfassung in Bildern

 

Wer die Bücher kennt, weiß schon in etwa, was uns in der nächsten Staffel erwarten wird, doch für alle, die nur die Serie kennen, erhebt sich kein Zweifel, dass es wieder großartig und voller Spannung und Romantik sein wird. Ich freue mich jetzt schon auf die fünfte Staffel Outlander, mit dessen Dreharbeiten im Februar begonnen wird. Auch für Staffel 5 von Outlander wird wieder das meiste in Schottland gedreht werden.

Ich verabschiede mich nun von Euch, doch spätestens bei der nächsten Staffel liest man sich wieder. Vielleicht darf ich ja auch den ein oder anderen von euch persönlich auf einer der von mir geführten Touren kennenlernen. Bis dahin könnt ihr euch hoffentlich auch an den historischen Artikeln auf unserer Webseite erfreuen. Vielen Dank fürs Lesen.

Copyright © 2019 Rob Roy Tours – Reiseveranstalter für Busrundreisen, Bahnreisen, Whiskyreisen, Autorundreisen und individuelle Reisen in Schottland