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Review zur 4. Staffel Outlander/ Folge 3

Lisa, Outlander-Tour Reiseleiterin

“The False Bride” / “Die Falsche Braut”

Eine gutgemeinte Warnung zu Beginn: Bitte schließt noch schnell eine Lebensversicherung ab, bevor ihr diese Folge anschaut! Das ist diesmal tatsächlich lebenswichtig, denn ihr werdet tausende Tode sterben! Ich selber bin ganze 9 Mal gestorben. Den Tod der Verzückung; den Tod der Trauer; den Tod durch Furcht.

Nach einer kurzen Zusammenfassung vorhergehender Folgen, um unsere Erinnerungen anzukurbeln, kommt die Titelsequenz untermauert mit Banjos, an die ich mich immer noch nicht wirklich gewöhnt habe. Natürlich finde ich es toll, dass sie die Musik der jeweiligen Geschichte anpassen, aber für mich harmonisiert dieser neue Titelsong einfach nicht so schön, wie der Outlander Titelsong der vorhergehenden Staffeln.

Die Folge beginnt im 20. Jahrhundert: Inverness 1970, Wakefield Residence:
Man sieht Roger Gitarre spielen (Tod Nr. 1) , doch leider betritt Fiona den Raum, gefolgt von ihrem Ehemann, was dieser atemberaubenden Anfangsszene ein jähes Ende bereitet. Roger stößt mit den beiden an und übergibt Fiona die Haustürschlüssel zum Haus seines verstorbenen Ziehvaters. Fiona erzählt ihrem Mann, dass Roger nach Amerika zu einem schottischen Festival geht, woraufhin dieser ungläubig fragt: “Du verlässt Schottland, um auf ein schottisches Festival zu gehen?” Diese Aussage fand ich sehr komisch. Roger verrät, dass er dort eingeladen wurde, um Gitarre zu spielen und zu singen. Fiona fügt noch hinzu, dass er auch Brianna in Boston besuchen wird, die dort Ingeneurswesen studiert. In ein paar wenigen Sätzen wurden die Zuschauer also über den gesamten Plot und die Geschehnisse in der Zwischenzeit unterrichtet. Fiona gibt Roger noch den gutgemeinten Rat, Brianna zu sagen, wie sehr er sie liebt.

In der nächsten Szene springen wir zurück ins 18. Jahrhundert zum Anwesen von Jocasta Cameron, River Run. Jamie verkündet, dass er es für das Beste hält, das Anwesen zu verlassen. Er hat vor, den Beruf eines Druckers auszuüben und Claire könne als Heilerin tätig sein, so wie sie es eigentlich ja ursprünglich geplant hatten. Dies findet keinen großen Anklang bei seiner Tante, die sich Besseres für ihren Neffen erhofft hatte. Er will Tante Jocasta die Geldbörse zurückgeben, doch sie lehnt ab. Außerdem stellt sie ihnen Pferde und einen Wagen zur Verfügung und zusätzlich noch Waffen und Verpflegung. Sie zeigt Jamie eine Schatulle, welche silberne Kerzenständer beinhält. Sie erzählt ihm, dass diese seiner Mutter gehört hätten, sie nun aber sicher möchte, dass er sie bekommen soll. Die rührende Abschiedsszene, die danach folgt, führt sicher bei vielen zu Tod Nr. 2. In jedem Fall herrscht Taschentuchalarm. Absolut genial und voller Emotionen gespielt von Sam Heughan und Maria Doyle Kennedy.

Auch die darauf folgende Szene, die ebenfalls noch auf River Run spielt, steht in Punkto Emotionen in nichts nach. Es ist eine Szene zwischen Jamie und Young Ian. Jamie will seinen Neffen zurück nach Hause bringen, wo er seiner Meinung nach hin gehört, doch Ian ist da absolut anderer Meinung. Er versichert seinem Onkel sehr glaubwürdig, dass er nicht mehr der Junge ist, der er in Lallybroch war. Er sei nun ein Mann, gezeichnet durch alles was er erlebt, gesehen und durchgestanden hat. Er picht auf sein Recht, selber entscheiden zu dürfen, wo seine Heimat liegt. Das kann ich persönlich nur zu gut nachvollziehen, denn ich selbst bin meinem Herzen gefolgt und vor 18 Monaten nach Schottland ausgewandert.
Jamie gibt schlieβlich nach und sagt, er wird Jenny und Ian einen Brief schreiben, doch Young Ian hält ihn zurück. Er meint sehr erwachsen: “Männer schreiben ihre eigenen Briefe”. Zwar wird man bei dieser Szene vom Tod verschont, doch mich haben mehrere Schauer durchlaufen. Ein wundervoller Dialog zwischen einem Onkel und einem Jungen, der nicht mehr länger ein Junge ist.

Auch die Verabschiedung von Claire von Tante Jocasta ist geballt mit Emotionen. Jocasta äußert ihr Bedauern, dass die Dinge nicht anders gelaufen seien. Sie gibt Claire aber auch zu verstehen, dass sie auch ohne Sehkraft erkennen kann, wie sehr sie ihren Neffen liebt. Als sich Claire zum Gehen wendet, meint Jocasta jedoch, dass Claire Jamie allerdings nichts Gutes tut, denn er würde nur ihretwegen River Run verlassen. Nun verwandelt sich ihr Tonfall in Anklage, als sie zu Claire meint, dass sie Jamie nicht davon abhalten würde, das zu werden, wofür er geboren wurde, wenn sie Jamie tatsächlich so lieben würde, wie sie vorgibt. Jamie Fraser sei geboren, um Laird und Landbesitzer zu sein! Claire verteidigt sich nun natürlich und kontert, dass Jocasta Jamie nicht mehr gesehen hätte, seit er ein kleiner Junge war und dass sie auch die Beziehung zwischen ihr und ihm erst seit wenigen Tagen mitverfolgen könne. Claire wirft ihr an den Kopf, sie wisse absolut nichts, weder über sie noch über Jamie. Jocasta, die sich nun erhebt, jedoch immer noch mit ruhiger Stimme spricht, antwortet: “Ich weiß sehr wohl, dass mein Neffe kein alltäglicher Mann ist und solche Talente zu vergeuden ist eine wahre Schande”. Claire ringt deutlich mit sich, doch sie beschließt es dabei zu belassen, bedankt sich noch einmal für die Gastfreundschaft und verlässt den Raum mit einer finsteren Miene.
Auch hier wird niemand der Tod ereilen, doch kalt lassen wird diese Szene auch Niemanden.

Jetzt sehen wir zum ersten Mal ein neues Cast Mitglied – Clarence, das Maultier.
Phaedra, die Sklavin verabschiedet sich von Claire, die ihrerseits deutlich gerührt ist vom Abschied. Kalt hingegen wirkt die Gestalt von Tante Jocasta, welche stolz und souverän am oberen Treppenansatz vor ihrer Eingangstüre steht. Ulysses gesellt sich zu ihr, um ihr zu erzählen, was vor sich geht. Während sie die Habseligkeiten am Wagen festbinden, nähert sich ihnen ein Reiter. Ian, der den Mann bereits von seinem Gespräch nach dem Angriff des Stinktieres in der letzten Episode kennt, stellt ihn als John Quincy Myers vor. Jamie bedankt sich bei ihm noch einmal für seine Dienste, denn sonst müssten sie nun in Begleitung eines zum Himmel stinkenden Hundes reisen. Auf Ians Frage, was er denn hier mache, antwortet John Quincy Myers, dass ihm Jocasta erzählt hätte, dass sie nach Williams Creek reisen würden, wo ihn seine Wege ebenso hinführen. Er bietet sich als ihr Guide an. Jamie macht eine Abschiedsgeste zu seiner Tante, welche die sehbehinderte Dame natürlich nicht sehen kann, weswegen sie Ulysses darauf aufmerksam macht.
Alles in allem eine nette Szene. Man braucht weder Taschentuch, noch Angst zu haben, das Zeitliche zu segnen, doch das wird sich nun schlagartig ändern.

Massed Bands, 2005 Pacific Northwest Highland Games

Boston Flughafen: Wir sehen Roger und Brianna wie sie sich nach langer Zeit wieder sehen und schüchtern begrüßen. Gemeinsam machen sie sich mit dem Auto auf den Weg zum schottischen Festival nach North Carolina. Und obwohl wir nur Zeugen werden von Smalltalk über Fastfood, kann man die Anspannung zwischen den beiden förmlich durch den Bildschirm hindurch selber spüren. Und es zerreisst einen beinahe vor Ungeduld. Man möchte am liebsten rufen: “Boah! Nun küss sie doch endlich, du Memme, ich sterbe sonst hier noch!” Doch man ist viel zu fasziniert, um auch nur einen einzigen Laut von sich zu geben. Mit Verzückung grinst man vor sich hin, wie sie das Spiel “Ministers Katze” spielen, wo jeder mit einem Buchstaben des Alphabets über den anderen etwas sagen muss. Weiter als bis C kommen sie jedoch nicht und der Blick von Brianna lässt jedes Herz höher schlagen, denn nun wendet sich die Chemie zwischen den beiden eindeutig. Knisternde Funken überall; Und dann sagt Brianna ganz banal: “Du bist hübsch! Sogar mit Ketchupflecken auf der Wange.” “Hübsch?” fragt ein ungläubiger Roger. Ich musste lachen über soviel Unschuld und Niedlichkeit zur selben Zeit. Roger verteidigt sich, dass teuflisch gutaussehend oder unwiderstehlich doch wohl eher passend wären, worauf Brianna antwortet: “Ach halt die Klappe und küss mich”. Sie ist es aber, die den vollkommen überrumpelten Roger küsst, während der Fahrt. Beinahe gibt es einen Unfall. Gerade noch kann Roger Schlimmeres verhindern. Für uns Zuschauer kommt jedoch jede Hilfe zu spät: Tod Nr. 3.

Eine Autofahrt der anderen Art erwartet uns in der nächsten Szene. Zurück im 18. Jahrhundert sehen wir unsere Auswanderer. John Quincy erzählt ihnen über die Stämme der Native Americans in der Gegend, damals nannte man sie Indianer. Er weiß sehr viel über sie, denn er treibt regen Handel mit den Stämmen. Besonders Ian ist von seinen Erzählungen angetan.
Untermauert mit Musik und atemberaubender Landschaft ist diese Szene etwas für die Seele.

Beim Lagerfeuer vekündet Ian, dass John ihm angeboten habe, ihn auf seiner Handelsreise mitzunehmen und dass sie Jamie und Claire dann später in Williams Creek wieder treffen könnten. John Quincy versichert den beiden, dass Ian bei ihm gut aufgehoben ist und auch die Frage Claires, wie lange er schon hier in der Gegend lebt, kann er zur Zufriedenheit aller beantworten. Jamie willigt also ein, warnt Ian jedoch, sich bloβ nicht skalpieren zu lassen. Ian ist dankbar und gemeinsam mit Rollo folgt er John Quincy Myers.
Jamie und Claire bleiben alleine beim Lagerfeuer zurück und unterhalten sich. Als Claire erwähnt, dass sie es liebt unter freiem Himmel zu sein, fragt Jamie sie, ob sie nicht lieber in einer Gegend sein möchte, die sie kennt, wie Boston zum Beispiel. Sie könnten dort einen Neustart wagen. Claire lehnt seinen Vorschlag ab. Sie erklärt, dass es für sie ja kein Neustart dort wäre und dass dort auch die Revolution beginnen würde, es also kein sicherer Ort sei. Sie sagt, dass sie mit Jamie ein eigenes Heim möchte, etwas, was nur ihnen beiden gehört. So emotional diese Szene auch ist, die eindeutigen Herzensbrecher dieser Folge sind Roger und Brianna.

Bei Tageseinbruch reiten Jamie und Claire einer neuen Zukunft entgegen. Claire erzählt Jamie, dass in der Zukunft auch Frauen entscheiden können, welche berufliche Laufbahn sie einschlagen möchten. Natürlich will nun Jamie wissen, für welchen Weg sich denn Brianna entschieden hätte. Claire verrät ihm, dass ihre Tochter sich zuerst fürs Geschichtsstudium entschieden hatte, so wie Frank, doch sie habe es aufgegeben und als Claire gegangen war, hatte sie sich noch nicht für etwas Neues entschieden gehabt. Jamie ist sich sicher, dass ihre Tochter ihren Weg schon finden wird.
Unwetter überrascht sie und Jamie meint, sie könnten in der nächsten Stadt eine Taverne aufsuchen, bis sie ein eigenes Dach über dem Kopf hätten. Claire schlägt sarkastisch vor, man könne doch in einem Bordell unterkommen, worauf Jamie sie fragt, ob sie ihm es auf ewig vorhalten würde. Claire verneint, mit einem :”Nicht auf ewig”.

Am Rastplatz mitten im Wald bindet Jamie die Pferde an und versorgt sie, woraufhin Claire meint, dass er es liebt mit Pferden zu arbeiten. Sie fügt hinzu, dass auch das Drucken zu seinen Leidenschaften zählt. Jamie nickt und gibt zu, dass er auch gut darin war. Claire fragt besorgt, ob es denn ausreichend für ihn wäre, denn er wäre ja auch schon Schmuggler gewesen, unter anderem. Jamie meint, dass man in seinem Alter langsam zur Ruhe kommen müsse und außerdem wolle ja Claire schließlich in einem kleinen Dorf leben, vernab vom Trubel. Sie bejaht es, gibt aber zu bedenken, dass er sich nicht dazu entscheiden soll, nur weil sie das gern möchte. Sie erzählt ihm, dass die Redewendung “Streben nach Glückseligkeit” sehr wichtig sein wird für Amerika in der Zukunft. Jamie wirkt nun fast beleidigt und fragt sie, ob sie denkt er wäre nur glücklich, wenn er ein Krimineller oder Verstoßener wäre. Er gibt zu, dass, wenn er alleine wäre, dass er dann wohl genau so leben würde. Wenn er zu alt werden würde, dann würde er sich einfach unter einen Baum legen und von Wölfen verspeisen lassen, aber er wäre nun einmal nicht alleine. Beim darauf folgenden Satz verbrauchte ich eine Packung Taschentücher: “Ich würde dir die Welt zu Füβen legen, Claire, doch ich habe dir nichts zu bieten”.
Vollkommen in Emotionen versunken lässt einen das nun folgende Donnergrollen aufschrecken und man schlittert knapp am Herzinfarkt vorbei (Beinahtod Nr. 4).
Clarence erschrickt ebenfalls und rennt weg. Claire schwingt sich aufs Pferd und reitet ihm nach, ohwohl Jamie ihr davon abrät.

Nächste Szene: Schottisches Festival mit Highland Games
Inveraray Highland Games - Tossing the Caber (2) - geograph.org.uk - 981277
Die Highland Games an sich wären schon toll genug, doch die Chemie zwischen Brianna und Roger zaubert einem sofort wieder ein Lächeln auf‘s Gesicht.
Brianna wundert sich, dass es so viele Schotten in North Carolina gibt, woraufhin ihr Roger erklärt, dass die Gegend im 18. Jahrhundert von Schotten besiedelt worden war. Brianna wird nachdenklich und verrät, dass sie sich oft fragt, ob ihre Mutter wohlbehalten im 18. Jahrhundert angelangt sei und ob sie Jamie gefunden hätte.
Die beiden schlendern über das Gelände und genieβen die Aktivitäten, wie den Ceilidh Tanz. Und obwohl Brianna, laut eigenen Aussagen, noch nie daran teilgenommen habe, tanzt sie perfekt. Hier musste ich echt lachen, denn aus eigenen Erfahrungen und Beobachtungen sieht das normalerweise komplett anders aus, wenn man es zum ersten Mal versucht. Ich könnte euch da Geschichten erzählen… aber die tun hier ja nun nicht zur Sache.

Zurück zu Jamie und Claire. Clarence kommt nun von alleine wieder zurück zum Lager, doch von Claire fehlt jede Spur. Jamie macht sich Sorgen und beschließt nach ihr zu suchen. Claire hat sich im dunklen, unbekannten Wald verirrt und als ein Blitz ganz nah neben ihr einschlägt, bäumt sich das Pferd vor Furcht auf und wirft sie ab. Sie scheint bewusstlos und liegt am feuchten Waldboden.

Wieder ein Sprung zurück in die Zukunft. Beim Festival sehen wir nun Roger mit seiner Gitarre auf der Bühne. Zuerst wird er noch begleitet von einer Band, doch dann spielt er alleine. Und wenn das nicht schon Grund ist zu sterben, trägt er auch noch Kilt und zeigt Knie! Tod Nr. 5!
Und weil man nicht schon tot genug ist, folgt Tod Nr. 6 auf schnellem Fuße, als uns Roger eine Solo Gesangseinlage bietet.
Nach seinem Auftritt begleitet er Brianna zu ihrer Hütte und verabschiedet sich zwar mit einem innigen Kuss, aber dennoch schüchtern. Es ist Brianna, die die Initiative ergreift, indem sie ihm ein Buch über die schottischen Siedler in Amerika und eine Flasche Whisky überreicht. Sie schlägt vor, man könne den Inhalt der Flasche ja gemeinsam probieren. Roger folgt ihr in ihre Hütte mit einem gemurmelten “Aber nur ein kleines Schlückchen”. In der Hütte hängt ein ausgestopfter Hirschkopf an der Wand und Brianna meint, sie muss wohl etwas drüberhängen, um überhaupt schlafen zu können. Roger inspiziert den Kopf genauer, als etwas weiβes angeflogen kommt und sich im Geweih des Tieres verheddert – Briannas Bluse. Ungläubig dreht sich Roger zu ihr um und eine sehr intime Szene folgt: Tod Nr.7.
Doch Roger unterbricht die Leidenschaft und gesteht, dass er mehr will von ihr. Ganz unerwartet macht er ihr einen Antrag, welcher absolut zu Tod Nr 8 führt.
Vor Freude quietschend erwartet man nun als Zuschauer ein strahlendes gehauchtes JA! von Brianna, doch sie lehnt ab. Roger fängt sich für seine Äußerung dann auch noch eine schallende Ohrfeige ein und bei dem Gespräch zwischen den beiden kommen einem die Tränen. Mittlerweile habe ich mir auch einen neuen Vorrat Taschentücher besorgt und bin nun froh darum. Geknickt und gekränkt verlässt Roger den Raum. Euphorie schlägt nun in Trauer um.

Donnergrollen – passend zu der momentanen Stimmung.
Claire erwacht durchnässt am feuchten Waldboden. Es ist mitten in der Nacht und es gießt in Strömen. Sie sucht Zuflucht unter einem Baumstamm. Jamie sucht immer noch nach ihr, doch er kann sie im Dunkeln nicht finden. Claire zieht ihre durchnässten Schuhe aus und stellt sie neben sich. Sie versucht, es sich in ihrem feuchten Unterschlupf so bequem wie möglich zu machen und findet dabei einen Totenschädel unter dem Laub und neben dem Schädel einen Edelstein. Wieder Donnergrollen gefolgt von Blitzen. Wölfe heulen in der Ferne. Im Dunkeln glaubt sie, Jamies Gestalt zu erkannen, doch bei genauerem Hinschauen handelt es sich dabei um einen Native American mit Fackel. Doch es ist etwas Eigenartiges an dem Mann. Und dann erkennt Claire, dass sie ihn sieht und dann doch nicht. Er spricht kein Wort, dreht sich um und geht fort. Claire erkennt, dass der Mann skalpiert worden war und der Schädel die selbe Verletzung aufweist, wie der Totenschädel, den sie gefunden hat. Ich bin hier abermals gestorben. Bereits zum 9. Mal. Diesmal vor Furcht.

Scottish Bagpipers-4271

Die Dudelsackmusik in der nächsten Szene wirkt daraufhin beruhigend und wie eine Zuflucht. Wir sind zurück beim schottischen Festival, wo das “Calling of the Clans” stattfindet. Roger hält Ausschau nach Brianna, doch er kann sie vorerst nirgends sehen. Doch plötzlich taucht sie neben ihm auf. Sie versuchen, sich auszusprechen, doch Brianna hat ihre Meinung noch immer nicht geändert. Roger ist am Boden zerstört. Brianna erklärt, dass ja ihre Mutter auch sehr früh geheiratet habe und dann später doch die Liebe ihres Lebens getroffen habe. Daraufhin fragt Roger entrüstet, ob sie warten wolle, ob noch jemand Besseres als er daherkommen würde. Aber das meinte Brianna damit gar nicht. Sie versucht, ihm zu erkären, dass sie einfach nicht an die Konstitution der Ehe an sich glaubt. Roger gibt ihr zu verstehen, dass er sie entweder ganz oder gar nicht will. Nun wird der Clan der MacKenzies gerufen und Roger erhebt sich mit einem lauten “Clan MacKenzie ist hier”. Er nimmt eine Fackel und gemeinsam mit den anderen Clanvertretern entzündet er einen großen Hirsch, der aus Stroh und Zweigen gebaut worden war. Laut lässt Roger den Siegesschrei der MacKenzies verlauten “Tulach Ard”, doch er fühlt sich sichtlich alles andere als siegessicher, denn Brianna ist verschwunden.

Claire erwacht fröstelnd. Die Vögel zwitschern und die Sonne scheint. Ihre Füße sind nass und sie ist nur bestrumpft. Doch ihre Schuhe sind verschwunden. Claire bemerkt Fußspuren im feuchten Waldboden und beschließt, ihnen zu folgen. Den Totenschädel packt sie sorgsam in ihren Beutel und nimmt ihn mit. Die Fußspuren führen sie zum Fluss, wo Jamie sein Lager aufgeschlagen hat und schon mit den Pferden auf sie wartet. Er eilt ihr entgegen, als er sie sieht und freut sich, dass sie ihren Weg zurückgefunden hat. Claire ist verwundert, was er mit “zurückgefunden” meint, denn sie war an diesem Ort noch niemals gewesen. Verwirrt zeigt Jamie auf ihre Schuhe, die unter einem Baum stehen. Da erzählt ihm Claire von dem Geist, den sie letzte Nacht gesehen hat. Sie ist sich sicher, dass es er war, der ihr den Weg aus dem Wald gezeigt hat. Sie holt den Schädel aus ihrem Beutel und zeigt ihn Jamie, bevor sie ihn im Fluss wäscht. Nun macht sie eine Entdeckung, die ihr den Atem stocken lässt: Die Zähne des Toten sind mit Blomben versehen. Doch diese Art der Zahnvorsorge würde es in frühestens 100 Jahren geben! Wer immer der Tote war, eines stand fest: Auch er war ein Zeitreisender gewesen.

Spanish-strawberries

Claire entdeckt Erdbeeren im Wald und während sie sie genüsslich verspeisen, erzählt Jamie ihr, dass der Name Fraser von den süßen Früchten stammt. Jamie verliebt sich in diese atemberaubend schöne Gegend von North Carolina (die jedoch im wunderschönen Perthshire in Schottland gefilmt wurde). Er beschließt, sich hier niederzulassen, auch wenn diese Entscheidung bedeutete, einen Packt mit dem Teufel zu schließen. Claire sagt, wie lange sie schon davon träume, ein eigenes Heim mit ihm aufzubauen, woraufhin Jamie sagt: “Vertraust du mir”? Claires Antwort kommt prompt: “Mit meinem Leben!” “Auch mit deinem Herzen”? will Jamie wissen. “Immer” kommt die Bestätigung. “Dann”, sagt Jamie entschlossen “wird das hier unsere neue Heimat und wir nennen es Frasers Ridge”.
Mit Tränen in den Augen kann man nur noch der lieblichen Musik beim Nachspann lauschen und diese wundervollen, wenn teils auch furchterregenden Eindrücke Revue passieren lassen.

Meiner Meinung nach war “The False Bride” eine der besten Folgen von Outlander bislang und ich freue mich schon auf die nächste.

Review zur 4. Staffel Outlander/ Folge 1

Review zur 4. Staffel Outlander/ Folge 2

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