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Review zur 4. Staffel Outlander/ Folge 8

Von unserer Outlander-Spezialistin:
Wie immer spiegelt dieser Bericht eine Zusammenfassung der laufenden Folge und meine eigene Meinung wider, und nicht die Meinungen von anderen Personen involviert mit unserem Reiseunternehmen “Rob Roy Tours”.

Wilmington

Diese Outlander Folge, mit dem Titel “Wilmington” ist übrigens die 50. Folge der Outlander Serie bislang.

Ich möchte eine Warnung aussprechen: Diese Folge der 4. Staffel Outlander ist gespickt mit Gewalt, Streit und ekelerregenden Szenen, die völlig unpassend für die Weihnachtszeit waren. Doch verzweifelt nicht! Denn auch Liebe und Romantik wird geboten.

Nach Rückblenden, die uns vergangene Szenen in den Sinn rufen, die für diese Episode wichtig sind, hören wir die Outlander Titelmusik. Die Einleitungsszene spielt diesmal in einem Theater. Man sieht, wie Menschen von Rang und Namen ihre Plätze einnehmen. Dieses Theater wird später in der Folge noch eine Rolle spielen.

In der ersten Szene sehen wir einen bartlosen und ratlosen Roger. Er befindet sich in North Carolina, besser gesagt in Wilmington, in 1769. Er hat die Zeichnung bei sich, die Roger und Brianna beim schottischen Fest von sich anfertigen ließen. Er fragt herum, ob jemand Brianna gesehen hat, doch niemand scheint sie zu kennen. Roger trifft sogar auf Fergus, den er jedoch natürlich nicht kennt und somit auch nicht seine Verbindung zu den Frasers. Den Zuschauern jedoch wird ganz anders und wir wollen am liebsten rufen “Frag ihn doch nach Jamie Fraser!“.

In der nächsten Szene sehen wir abermals Fergus. Er kommt nach Hause zu seiner Frau Marsali. Inzwischen wurde ihr Baby geboren – ein Junge namens Germain. Claire und Jamie sind zu Besuch, da sie vom Governour eingeladen wurden ein Theaterstück zu besuchen und sie auch der kleinen Familie einen Besuch abstatten wollten. Claire und Marsali unterhalten sich über Kinder und über die Angst, die eine Mutter überkommt, wenn sie daran denkt, dass ihrem Kind etwas zustoßen könnte. Claire erklärt Marsali, dass das wohl das schwierigste am Eltern sein ist und gibt ihr den Rat, dass man sich damit abfinden muss, dass man die Sprösslinge nicht vor allem und jedem schützen kann.

Roger ist in der darrauffolgenden Szene verzeifelt. Er kann Bree nicht finden und weiß nicht, wo er noch nach ihr suchen soll. Er sitzt in einer Kneipe, trinkt aus einem Krug und verschüttett unabsichtlich einiges des Inhaltes auf die Zeichnung, die vor ihm liegt. Roger ist verärgert und flucht, als er versucht das Bild zu retten. Schon will er sich mutlos auf den Weg machen, die Kneipe zu verlassen, da hört er eine ihm vertraute Stimme – Brianna. Sie sieht ihn auch und sie fallen einander erleichtert in die Arme. Um neugierigen Blicken zu entgehen, verlegen sie ihre Unterhaltung hinaus auf die Straße. Bei den beiden bewahrheitet sich das Sprichwort “Was sich liebt, das neckt sich”. Kaum haben sie sich gefunden, schon streiten sie. Lizzy sieht den Streit vom Fenster aus und glaubt, dass der fremde Mann Bree etwas zuleide tun will und sie bedrängt. Sie macht sich sichtlich Sorgen um ihre Begleiterin. Roger zieht Bree mit sich fort, zu einem etwas privateren Ort als die Straße – in einen nahen Schuppen.

Die Wiedersehensfreude ist groß und die beiden können nicht voneinander lassen. Doch Bree ist diejenige, die Roger erinnert, dass er doch gesagt hatte, er würde sie ganz oder gar nicht wollen. Sie will wissen, ob er seine Meinung nun doch geändert habe. Er verneint es zähneknirschend und lässt von ihr ab. Doch Brianna erwidert ihm, dann muss sie wohl ganz ihm gehören. Sie willigt ein, ihn zu heiraten. Roger ist überglücklich und hat eine Idee – sie könnten Handfasting machen.

Handfasting ist eine schottische Tradition aus den Highlands. Oftmals lebten Leute so abgeschieden, dass sie oft lange Zeit keinen Priester sahen. Daher wurde diese Tradition eingeführt. Man hält sich an den Händen, die dann mit Bändern und Tüchern aneinandergebunden werden. Die Liebenden schwören einander die Treue und Verbundenheit. Und dieser Schwur war dann gültig – für ein Jahr und einen Tag. In dieser Zeit musste dann eine Trauung vollzogen worden sein oder der Schwur verlor an Gültigkeit.

Auf unserer Outlander-inspirierten Reise besuchen wir nicht nur die schönsten Outlander-Drehorte, sondern auch die faszinierenden und wahrhaft geschichtsträchtigen Highlands in Schottland. Neben dem ‘Handfasting’ wird unsere Reiseleiterin Sie in viele weitere Bräuche und Traditionen der schottischen Highlands einführen und hat viele interessante Geschichten zu diesen einzigartigen Landschaften parat.

 

Nun kommt unser Theater von der Einleitungsszene zum Einsatz. Man sieht den Governeur, wie er Jamie und Claire einen Freund vorstellt. Mr. Fanning, wie der Herr heißt, scheint arge Schmerzen zu haben, denn er war bei einem Aufstand der Rebellen verletzt worden. Als er sein Leiden schildert, scheint Claire sofort zu wissen, was ihm fehlt. Sie bietet ihre Hilfe als Heilerin an und sagt ihm, dass er unbedingt untersucht werden muss, eventuell sogar Hilfe von einem Chirurg benötigt. Doch weder Herr Fanning noch Governour Tyron nehmen sie ernst. Claire muss wieder einmal am eigenen Leib erfahren, wo der Platz einer Frau zu dieser Zeit sein soll. Unter den Gästen befindet sich jedoch jemand, den sie nie zu träumen gewagt hatte, persönlich zu treffen – niemand Geringeren als George Washington!

Nun kommt eine sehr schöne Szene voller Romantik. Roger und Brianna vollziehen das Handfasting Ritual. Sie knien einander gegenüber und nehmen sich bei den Händen. Roger benutzt sein Halstuch, um ihre Hände miteinander zu binden. Dann geben sie einander das Versprechen sich zu lieben und zu ehren. Diese Szene ist so ganz anders als die Hochzeitsszene zwischen Claire und Jamie in der ersten Staffel, doch sie ist nicht minder bezaubernd und ein inniger Kuss siegelt ihren Bund.

Ein kurzer Sprung zu Lizzy, die immer noch Sorgenfalten im Gesicht hat und beim Wirt nachfragt, ob denn ihre Freundin gesichtet worden sei. Sie erfährt, dass sie mit dem Mann zusammen weggegangen ist, den sie für einen Lustmolch hält.

Wieder ein Sprung zurück zum Theater. Jamie sitzt neben dem Governour. Das Stück an sich ist weniger interessant als die Neuigkeiten, die Jamie von seinem Platznachbarn erfährt. Der Governour hat einen Spion im Lager von Murtaghs Männern. Somit weiß er nicht nur, dass Murtagh Fitzgibbons der Drahtzieher ist, sondern auch, dass heute Abend ein Überfall auf eine Kutsche geplant ist. Doch die Rebellen werden den Kürzerern ziehen, denn sie werden festgenommen werden.

Eine sehr intime Szene zwischen Roger und Brianna folgt und lässt uns einen Moment lang alles andere vergessen. Sehr erinnert es an Jamie und Claire; Roger und Bree stehen den beiden in nichts nach.

Kurzer Sprung zu Murtagh, der seine Männer zum Angriff bereit macht und noch nicht ahnt, dass sich ein Spion in ihrer Mitte befindet, der sie bereits verraten hat. Währenddessen sitzt Jamie im Theater. Doch er kann dem Stück nicht folgen. Verzweifelt denkt er nach, wie er Murtagh helfen und ihn warnen kann.

Roger und Brianna ahnen nichts von alle dem. Sie sind vollkommen sorgenfrei und liegen Arm in Arm. Neben ihnen knistert ein Kaminfeuer und man fühlt sich einige Sekunden lang wohlig und friedlich und so überglücklich, wie die beiden Liebenden.

Doch das ändert sich nun schlagartig wieder, denn ich möchte jedem mit schwachem Magen davon abraten, sich die folgenden Szenen anzusehen. Spult vor, nutzt die Zeit für eine Pinkelpause, oder holt euch schnell eine Tasse Tee aus der Küche. Jamie hat nun die rettende Idee, als neben ihm Herr Fanning aufstöhnt vor Schmerzen. Er schubst ihn unsanft, sodass der Arme aufbrüllt vor Schmerz. Dies nimmt Jamie zum Anlass ihm aufzuhelfen und nocheinmal kräftig auf die Wunde zu drücken, sodass ein erneuter gellender Schmerzensschrei durch den Theatersaal hallt. Jamie ruft aus, dass der Herr dringend einen Arzt braucht. Claire ahnt, was dem Kranken fehlt und will sofort operieren, im Vorraum, auf einem Tisch. Der Governour wehrt sich erst wehement dagegen, doch Claire kann ihn überzeugen, dass das Leben seines Freundes davon abhängt. Jamie weiht Claire in den Verrat an Murtaghs Männern und in sein Vorhaben, ihm zu Hilfe zu eilen, ein, und bittet sie, ihm Zeit zu verschaffen. Jamie verlässt das Theater und trifft auf George Washington samt Begleitung, die ebenso im Begriff sind zu gehen. George Washington bietet Jamie an, ihn in der Kutsche mitzunehmen.

Bis der Chirurg, nach dem geschickt worden war, eintrifft, ist Claire schon beinahe fertig mit dem Eingriff. Sie hat damit nicht nur das Leben von Herrn Fanning gerettet, sondern sich auch den Respekt des Governours verdient. Jamie hat es geschafft, rechtzeitig zurück zu sein und ohne dass sein Verschwinden bemerkt wurde. Während dieser Szene erfolgt ein kurzer Sprung zu Murtagh und seinen Männern, die im Begriff sind, die sich nun nähernde Kutsche zu überfallen. War Jamie erfolgreich? Kann er seinen Patenonkel noch rechtzeitig vor erneuter Inhaftierung bewahren? Wir erfahren es in der nun folgenden Szene.

Im letzten Moment erscheint Fergus und hält Murtagh zurück. Er erzählt ihm vom Spion im Lager und was der Governour geplant hat. Murtagh bläst den Angriff sofort ab. Er ist erschüttert über das Gehörte, jedoch freut er sich, Fergus nach so langer Zeit wieder zu sehen.

Nach all der Aufregung hofft man nun auf etwas Erholung. Roger und Brianna bieten einen friedlichen Eindruck, als sie Arm in Arm aneinandergekuschelt da liegen, doch während ihres Gesprächs verplappert sich Roger und Brianna erfährt, dass er vom Tod ihrer Eltern weiß. Es folgt ein heftiger Streit und Bree sagt Roger, er soll zurück durch die Steine gehen, sie würde ihn nicht aufhalten. Ganz eindeutig hat sie den Sturkopf ihres Vaters geerbt. Roger geht mit einem verletzten Gesichtsausdruck und Brianna heult sich die Augen aus.

Governour Tyron sitzt mit Jamie und einem Freund in der Kutsche. Er ärgert sich maßlos über die missglückte Festnahme der Rebellen. Jemand, der ihm nahe steht, muss geplaudert haben. Doch wer? Sein Freund scheint es zu wissen, denn er hat George Washington gesehen, wie er vorzeitig das Theater verlassen hat. Jamie klärt dieses Missverständnis natürlich nicht auf.

Spätestens jetzt muss ich darauf hinweisen, dass man am besten den Rest der Episode überspringen sollte. Ich für meinen Teil habe es nur einmal geschafft, folgende Szene anzusehen und das nur mit Tränen der Trauer und Verachtung. Alle weiteren Male habe ich nun diese Folge vorzeitig beendet.

Buchleser wissen ja schon, was Brianna durchmachen muss. Es zu mit anzusehen ist jedoch noch einmal eine andere Sache. Brianna geht nach dem Streit mit Roger mit hängendem Kopf zurück zur Herberge. Dort im Schankraum trifft sie auf Stephen Bonnet, der mit einigen Kumpanen beim Glücksspiel sitzt. Sie sieht den Ring ihrer Mutter. Den Ring, den Jamie ihr gegeben hat, den sie nie abgenommen hat, all die Jahre nicht. Sie stellt Bonnet zur Rede, will wissen, woher er ihn habe und ob es ihrer Mutter gut ginge. Bonnet versichert ihr, dass sich ihre Mutter guter Gesundheit erfreute, als er sie damals zurückgelassen hatte. Brianna möchte den Ring gerne von ihm abkaufen und folgt ihm deswegen in ein Nebenzimmer. Ein sehr schwerer Fehler!
Bonnet will kein Geld von ihr, er will sich mit ihr vergnügen. Brianna versucht, sich zu wehren, doch er schlägt sie und nimmt sich, was er will. Das schlimmste an der Szene, was mir auch jetzt beim Schreiben Tränen des Zorns in die Augen treibt, ist, dass man Brees Hilfeschreie deutlich durch den Schankraum hallen hört, aber niemand sich darum schert, dieser hilflosen Frau, die nebenan eindeutig misshandelt und geschändet wird, zur Hilfe zu eilen. Als Bonnet mit ihr fertig ist, will eine vollkommen aufgelöste Brianna so schnell wie möglich verschwinden, doch er hält sie zurück. Stephen Bonnet, dem ich nun gerne selber den Galgenstrick um den Hals legen würde, meint er sei ein ehrlicher Mann, er zahle für sein Vergnügen. Er hält Brianna den Ring ihrer Mutter hin.

Mit dieser Szene endet diese schwermütige achte Folge der 4. Staffel Outlander, die sehr gewaltlastig war. Man weiß aus den Büchern was einen erwartet – was uns noch erwarten wird. Doch es umgesetzt zu sehen, ist einfach doppelt schwer.
Und bald werden uns auch wieder schöne Momente in der neuen Outlander-Serie erwarten.

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