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Review zur 4. Staffel Outlander/ Folge 9

Von unserer Outlander Spezialistin:
Wie immer spiegelt dieser Bericht eine Zusammenfassung der laufenden Folge und meine eigene Meinung wider, und nicht die Meinungen von anderen Personen involviert mit unserem Reiseunternehmen “Rob Roy Tours”.

The Birds and the Bees

Uns erwartet eine Einleitungsszene, die dieses Mal, passend zum Titel, Blümchen und Bienen sind. Es ist nachts in Wilmington und Brianna macht sich, noch immer geschockt davon, was ihr widerfahren ist, auf den Weg zurück zu ihrem Zimmer. Sie setzt mechanisch einen Fuß vor den anderen, doch ihre Seele, ihr Ich, ist verwirrt und sitzt eindeutig weinend in einer Ecke. Lizzy liegt schon im Bett, als Brianna eintritt, doch sie hat auf ihre Freundin gewartet, sichtlich besorgt. Als sie sieht, dass Bree im Gesicht blutet, ist sie beunruhigt und will wissen, ob sie mit diesem Mann so lange unterwegs gewesen war. Bree bejaht es und beginnt langsam sich auszukleiden. Dabei zeigt sie weitere Blutergüsse über ihrem ganzen Körper verteilt und Lizzy sieht auch, dass ihre Unterkleidung blutbefleckt ist, kann sich also denken, was geschehen ist. Sie will ihre Hilfe anbieten, doch Brianna kann sie momentan nicht annehmen und bittet sie, doch einfach weiterzuschlafen.

Am darauffolgenden Morgen sieht man Roger in die Kneipe zurückkehren. Er will sich wohl mit Brianna aussprechen, doch er hat sein Vorhaben ohne Bonnet gemacht, der sich mit einigen seiner Männer ebenfalls in der Kneipe aufhält. Der Kapitän macht ihn darauf aufmerksam, dass er immer noch in seinem Dienst steht und es ungesund wäre, den Vertrag mit ihm zu brechen, bevor sie ihren Zielhafen in Philadephia erreichen würden. Seine Worte lassen absolut keinen Zweifel aufkommen, dass es Roger Kopf und Kragen kosten würde, wenn er nicht weiter mit ihm segelt.

Brianna erwacht am Nachmittag und Lizzy hat inzwischen ihre Kleider gewaschen. Bree wirft ein, dass es nicht nötig gewesen war, denn sie werde sie sowieso nicht mehr tragen. Dann will sie sofort nach Cross Creek aufbrechen und keine Zeit verlieren, um zu ihrer Tante Jocasta zu gelangen, die sicher den Aufenthaltsort ihrer Eltern kennt. Vom Wirten erfährt sie, dass Roger am Morgen in der Kneipe gewesen, aber mit der Schiffscrew zur Gloriana gegangen sei, die im Hafen liege. Als Brianna zum Schiff im Hafen gehen will, ist dieses aber schon lange vom Stapel gelaufen. Und ihr Roger ist damit fortgesegelt. Brianna ist verzweifelt, doch Lizzy konnte inszwischen andere Neuigkeiten herausfinden, die sie ihrer Freundin allsgleich mitteilt. Ihre Eltern sind am Vorabend noch hier in Wilmington gewesen und Jamie soll sich in diesem Moment nicht unweit von ihnen in einem Gasthaus aufhalten. Sofort macht sich Brianna auf den Weg, um ihren Vater zu suchen.

Jamie Fraser ist gerade mit Wasserlassen beschäftigt, als sich Bree ihm von hinten nähert. Er fragt sie, was sie von ihm wolle und als sie antwortet, sie wolle ihn, winkt er mit einem “Ich bin verheiratet” schmunzelnd ab. Doch Brianna spricht ihren Vater mit seinem Namen an und Jamie wendet sich ihr verwundert zu. Sie gibt sich zu erkennen und er kann es erst gar nicht glauben, dass seine Tochter tatsächlich vor ihm steht. Jamie Fraser ist absolut überwältigt, und auch wir, die Zuschauer wischen uns Tränen aus den Augen, denn diese Kennenlern-Szene zwischen Vater und Tochter ist einfach wunderschön. Überglücklich fallen sie einander in die Arme und nur unser eigenes, lautstarkes Trompetengeräusch, während wir uns die verheulte Nase putzen, trübt diese Idylle. Jamie bringt Brianna sofort zu Claire. Auch Claire ist überwältigt, ihre Tochter wieder zu sehen. Bree zeigt den beiden die Todesanzeige, die sie zur Reise in die Vergangenheit veranlasst hat, damit die beiden über die bevorstehende Gefahr Bescheid wissen und sie hoffentlich somit verhindern können. Young Ian stößt nun zu ihnen und ist überrascht, seine Cousine kennenzulernen.

Brianna und Lizzy begleiten Brianna zurück zur Frasers Ridge, wo sie, zumindest für eine Weile, leben werden. Während der Floßfahrt scheint Lizzys Interesse an Young Ian geweckt zu werden, doch er bemerkt es nicht – typisch Mann!

Brianna erzählt ihrer Mutter, dass sie und Roger mittels Handfasting einander versprochen sind, dass es nach dem Handfasting aber zu einem heftigen Streit kam und er nun fortgesegelt ist. Was ihr sonst noch widerfahren ist, behält sie aber noch für sich. Young Ian erzählt seiner Cousine, das Bonnet sie auf dieser Stelle der Reise überfallen und sogar den Ring von Claire gestohlen hat. Er erzählt die schaurigen Einzelheiten des Überfalls und Brianna ist davon sichtlich aufgewühlt. Denn nun weiß sie den Namen des Mannes, der ihr Leid zugefügt hat. Sie lässt Ian im Glauben, seine Erzählungen haben in ihr zu wirkliche Bilder hervorgerufen, woraufhin Ian ihr versichert, dass Bonnet ihnen nur noch in ihren Alpträumen begegnen wird. Wie recht er doch leider in Briannas Fall hierbei hat.

Jamie und Claire unterhalten sich über die Todesanzeige, die Bree ihnen gezeigt hat. Dann erreichen sie den wundervollen Aussichtspunkt, von wo man das Land überblicken kann und den wir schon des Öfteren in der vierten Staffel zu sehen bekommen haben. Genau wie wir auch ist Brianna von der Schönheit der atemberaubenden Landschaft angetan. Dieses wundervolle Fleckchen, welches in der Serie North Carolina darstellen soll, ist in Wahrheit Perthshire in Schottland. Im Zuge unserer Outlander-inspirierten Rundreise fahren wir natürlich auch durch diese wundervolle Landschaft Schottlands.

 

Jamie, Claire, Brianna und Young Ian sind nun zurück bei Frasers Ridge und werden von Murtagh empfangen. Er bedankt sich bei Jamie für die Hilfestellung in der letzten Nacht beim geplanten Überfall, denn das hätte für Murtagh und seine Männer böse ins Auge gehen können. Jamie stellt seinem Patenonkel nun seine Tochter vor. Murtagh, der weiß, dass Bree aus der Zukunft kommt, fragt nur mit emotionsgeladenem Tonfall “Warum hast du denn so lange gebraucht?”

Die nächste Szene zeigt familiäre Idylle. Bis auf die kranke Lizzy sitzen nun alle gemeinsam zusammen um den Tisch versammelt und Murtagh erzählt peinliche Geschichten aus Jamies Jugendzeit. Alle lachen und sind glücklich; Brianna erinnert sich auch an die Botschaft, die Ian ihr für seinen Sohn mitgegeben hat und ermahnt Young Ian, doch öfter seiner Mutter zu schreiben. Trotz der Idylle erkennt man, dass Claire merkt, dass ihre Tochter etwas bedrückt. Selbst als sie ihr erzählt, dass sie George Washington höchstpersönlich kennenlernen durfte, ist Bree zu müde, um der Geschichte zu lauschen. Murtagh sagt zu Jamie, dass ihn Brianna an Ellen erinnert, sie habe die selben Augen. Und er freut sich für Jamie, dass nun seine Tochter hier bei ihm ist.

Claire eröffnet Brianna am nächsten Tag, dass Lizzy wahrscheinlich an Malaria erkrankt ist. Gemeinsam verüben Mutter und Tochter kleine Arbeiten im Haushalt. Währenddessen verrät Brianna Claire, dass Frank wusste, dass sie eines Tages wieder zu Jamie zurückkehren würde, denn sie habe vor vielen Jahren die Todesanzeige auf seinem Schreibtisch liegen sehen. Brianna scheint etwas neben der Spur und gereizt, doch Claire schiebt es auf Rogers Verschwinden.

Derweil an Board der Gloriana. Bonnet zahlt seine Männer aus. Roger erbittet sich einen kleinen Edelstein, anstelle einer handvoll Münzen, was ihm vom Kapitän auch gewährt wird. Den Edelstein braucht er natürlich, um wieder zurück durch die Steine gehen zu können.

Man sieht Claire und Brianna beim Arbeiten, Essen und Schlafen. Die Zeit vergeht, Normalität ist eingekehrt und sie leben als Familie zusammen. Doch immer noch sind sich Vater und Tochter eher fremd. Um die Bindung zu seiner Tochter zu vertiefen, wählt Jamie etwas, was für damalige Zeiten wohl üblich war: Training mit der Muskete. Beim Zielschießen scheint Bree aber ihrem Vater sogar überlegen zu sein, woraufhin er wissen will, wo sie so schießen gelernt habe. Sie gibt zu, es von ihrem Vater, Frank, gelernt zu haben.

Gemeinsam wird Whisky gebrannt, wobei Brianna Young Ian fragt, ob er denn schon immer Young Ian genannt worden war, worauf dieser antwortet, als Kind wäre er Wee Ian gewesen. Brianna erzählt ihm, dass man sie Bree nennt. Murtagh wirft Jamie einen Blick zu und will wissen, ob das die Abkürzung für ihren Namen wäre und ob er sie so nennen würde. Jamie klärt Brianna auf, dass es ein schottisches Wort wäre, aber man es nicht übersetzen könne. Am Abend gibt er aber vor Claire zu, dass es “Störenfried” hieße, er es aber vor seiner Tochter nicht sagen möchte, damit sie sich nicht unwillkommen fühle. Claire schlägt vor, er solle Brianna doch zum Jagen mitnehmen, um sie besser kennen zu lernen.

Jamie weckt also noch vorm Morgengrauen seine Tochter auf und bittet sie, ihn auf der Jagd zu begleiten. Doch ihre Jagd beschränkt sich diesmal nur auf Bienen. Es ist der Honig, den sie wollen. Er spricht Brianna immer wieder mit einer Gälischen Bezeichnung an und als sie dananch fragt, erklärt er ihr, dass es “Mein Liebling”, “Mein Glück” heißt. Es ist sehr schön mit anzusehen, wie sich Vater und Tochter besser kennenlernen. Im Lauf eines Gesprächs erzählt Jamie auch von der Ausbürgerung der Ureinwohner und des Abkommens, das nun besteht. Er meint, obwohl sie nun wo anders leben, seien sie glücklich und zufrieden mit ihrem neuen Leben. Dann gibt er zu, er musste sie damals zurück zu Frank schicken, ihrer Sicherheit wegen, doch er sei so froh, dass sie nun zu ihm zurückgekehrt ist; sie sei sein Fleisch und Blut und auch sein Herz und seine Seele. Dann bietet er seiner Tochter an, sie könne ihn gern Da nennen.

Claire erwartet sie schon zu Hause zurück und gemeinsam lassen sie sich den erbeuteten Honig schmecken. Die Familienidylle scheint perfekt, doch nachts liegt Jamie wach. Er ist traurig, denn er weiß, dass Brianna sie früher oder später verlassen wird, um in ihre Zeit zurückzukehren. Claire weisst darauf hin, dass es in ihrer Zeit sicherer für Bree sei und dass sie dort auch viel mehr Chancen hat. Jamie versteht es, doch man erkennt deutlich die Liebe eines Vaters zu seinem Kind. Er kann es kaum aushalten, sich irgendwann wieder von ihr trennen zu müssen. Und voller Stolz erzählt er, dass ihn seine Tochter Da genannt hat.

Lizzy geht es wieder besser und sie spricht Brianna darauf an, dass sie gehört hat, wie sie im Schlaf geweint hat. Brianna schiebt es auf einen bösen Traum.  Claire und Bree sammeln Kräuter und Claire nutzt die Gelegenheit, alleine mit ihrer Tochter zu sein, um einen Verdacht auszusprechen. Claire denkt nämlich, dass das Verhalten von Bree nicht nur allein mit Rogers Verschwinden zusammenhinge, sondern, dass da noch etwas anderes sei. Dann fragt sie Bree, im wie vielten Monat sie denn schwanger sei. Brianna ist sichtlich erleichtert und gibt zu, im zweiten Monat zu sein. Dannach gesteht sie jedoch, dass es eventuell, besser gesagt, sehr wahrscheinlich sogar, nicht Rogers Kind ist. Claire ist erstaunt. Und dann fließen die Worte, der Schmerz, den sie so lange für sich behalten hat, wie schmelzendes Eis von ihrer Seele. Erleichterung steht ihr ins Gesicht geschrieben, als sie endlich ausspricht, welch Grauen ihr widerfahren ist. Weinend liegt sie in den schützenden Armen ihrer erschütterten Mutter.

Claire hat keine andere Wahl, als Jamie zu erzählen, was ihrer geliebten Tochter angetan wurde. In Jamies Gesicht spiegelt sich sein eigener, lang verdrängter Schmerz wider und weicht dann einem anderen, größeren, dass sein Kind dasselbe durchleiden musste, wie einst auch er, und sie wird nun auch noch ein eigenes Kind gebären.

Lizzy ist mit Young Ian und Jamie unterwegs, als ein Reiter sich ihnen nähert. Langsam reitet er den Pfad entlang, auf der Suche nach etwas oder irgendjemandem. Lizzy erstarrt, denn sie hat den Mann erkannt, der am Pferderücken sitzt. Es ist der Mann, von dem sie denkt, dass er ihre Freundin geschändet hat. Roger. Sofort erzählt sie Young Ian und Jamie, woher sie diesen schrecklichen Mann kennt. Beide sind außer sich und Jamie will Vergeltung für seine Tochter.
Inzwischen will Claire die Wäsche waschen und findet in Briannas Sachen ihren Ring. Es ist ihr nun sofort klar, von wem und wie Bree zu dem Ring gekommen sein muss. Als sie ihre Tochter darauf anspricht, bejaht sie die Vermutungen. Sie bittet ihre Mutter aber, Jamie nicht die Identität ihres Vergewaltigers zu verraten, denn sie will nicht, dass er sich Vorwürfe macht, weil er ja Bonnet gerettet hat und er nur deswegen weiterhin Schaden anrichten konnte.
Dass Geheimnistuerrei und Verbreiten von Neuigkeiten, deren kompletten Hintergrund man nicht kennt, Schaden zufügen kann, muss nun der arme Roger am eigenen Leib erfahren, denn er wird nun für den Verantwortlichen für Briannas Schmerz gehalten und muss für die von ihm nicht begangenen Sünden teuer bezahlen. Jamie stellt sich ihm in den Weg und als Antwort auf Rogers Frage, wo denn Frasers Ridge sei, hagelt es Fausthieb um Fausthieb, bis sein Gesicht einer blutigen Masse ähnelt. Doch weder Jamie noch Ian sollen wegen dieses Abschaums, für den sie Roger halten, zum Mörder werden. Jamie legt den bewusstlosen Körper des verhassten Mannes auf den Rücken seines Pferdes und bittet Ian den Mann zu beseitigen, aber ohne ihn zu töten. Man sitzt da mit schwerem Herzen und dem Mund offen zum stummen Aufschrei der Empörung, dass doch Roger gar nichts gemacht habe und dass er doch Brianna liebt und Jamie gefälligst nicht so gemein zu ihm sein soll und sieht verzweifelt, wie diese sehr aufwühlende, aber wunderbare Episode damit endet, dass Ian mit einem halbtot geschlagenen Roger davon reitet.

Kaum können wir es erwarten, wie es denn weitergeht, obwohl die meisten von uns die Bücher mehrfach gelesen haben und genau wissen, was uns in der nächsten Folge erwarten wird. Für diejenigen, die keine Ahnung haben, es sei versichert, es wird noch viel spannender werden, als es schon ist.

 

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