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Die Schlacht von Killiecrankie

Die Schlacht von Killiecrankie während des ersten Jakobitenaufstands

Die Schlucht von Killiecrankie

Die Schlacht von Killiecrankie – auch Rinrory genannt – ereignete sich am 27. Juli 1689. Rinroy war die allererste Schlacht der ersten Jakobiten-Aufstände zwischen schottischen und irischen Jakobiten und den Regierungstruppen, die William III treu ergeben waren.

Zwar gewannen die Jakobiten diese Schlacht, dennoch verloren sie viele Männer – inklusive ihrem Anführer John Graham of Claverhouse, 1st Viscount Dundee, genannt auch Bonnie Dundee. Er liegt begraben in St. Bridges Kirk am Gelände des Blair Castle in Blair Atholl, Perthshire.

Dundee erfuhr am Morgen des 27. Juli, dass die schottischen Truppen, angeführt von MacKay, den Pass von Killicrankie durchquerten. Das war praktisch, denn auf der einen Seite waren steile Felshänge und auf der anderen der Fluss Garry. Er entsannte Sir Alexander MacLean mit 400 Mann, um MacKays Truppe entgegenzutreten, damit er die restlichen 2.400 Mann auf den unteren Hängen nördlich des Passes platzieren konnte. Gegen 17 Uhr waren sie endlich in Stellung und MacKay marschierte seine Truppe in langen Reihen, nur 3 Mann hintereinander, bergauf. MacKay erhoffte sich, dadurch die Jakobiten zu einem Angriff zu provozieren, doch sie taten ihm diesen Gefallen nicht. Da die Jakobiten von der Sonne geblendet waren, warteten sie den Sonnenuntergang ab und begannen erst um 20 Uhr mit dem Angriff. Der Kugelhagel von MacKays Truppe tötete 600 Highlander mit einem Schlag, aber viele konnten sich in den Hängen verstecken. So wie es die Highlander immer taten, liefen sie erst auf den Gegner zu, feuerten ihre Musketen in 50m Entfernung ab, warfen sie weg und griffen zu Äxten und Schwertern um anzugreifen. Das nannte man auch die Highland-Charge. Die Regierungstruppen hatten keine Chance und mussten die Flucht ergreifen. Besonders berühmt wurde die Flucht eines Soldaten, der über den Fluss Garry und die tiefe Schlucht sprang, um zu fliehen. Dies ist bis heute bekannt als der ‘Soldiers Leap‘ – der Sprung des Soldaten und kann in der Nähe des Besucherzentrums des National Trust for Scotland besichtigt werden.

Die gesamte Schlacht soll nur 30 Minuten gedauert haben und trotz der zahlreichen Verluste für die Jakobiten war der Sieg in Killicrankie einer der wichtigsten beim ersten Jakobiten Aufstand. Geschichtsträchtig war die Schlacht darüber hinaus, da zum ersten Mal Stecker Bayonetts von den Regierungsgruppen verwendet wurden.

Erst vor 3 Jahren wurde der genaue Ort der Schlacht identifiziert, als erneute archäologische Ausgrabungen unternommen wurden und wichtige Funde zum Vorschein kamen. Darunter befanden sich u.a. benutze Musketen- und Pistolenkugeln, Metallknöpfe und -schnallen, ein Kupfer-Pferdegeschirr und eine Stütze für einen Schwertgürtel. Aufgrund dieser Funde kann darauf geschlossen werden, dass das Schlachtfeld weiterläufig war als zuvor gedacht. Zudem kann man mun genau sagen, wo der Schwerpunkt des Schlachtfelds lag und wie genau gelämpft wurde. Bilder der Artefakte finden Sie hier.

Vorbei am Pass von Killiecrankie und dem Soldiers Leap führt die erste Ganztageswanderung unserer Standort-Wanderreise. Sie wohnen im wunderschönen Schlosshotel im Highland-Dörfchen Pitlochry und erkunden die Umgebung zu Fuß – darunter das historische Schlachtfeld von Killiecrankie, prähistorische Steinkreise, Burgruinen, Höhlen und natürlich die bezaubernden Landschaften von Highland Perthshire.

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